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Versensporn 25VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 25: Toni Schwabe
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv: Martel Schwichtenberg
Erste Auflage 2016: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Toni Schwabe
(1877-1951)

Geboren am 31. März 1877 in Blankenburg. 1885 Umzug der Familie nach Jena. 1893 Bekanntschaft mit Sophie Hoechstetter. Ab 1897 Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Die Gesellschaft, Neuland, Der Türmer, Cosmos, Freistatt und Deutsche Revue. 1902 erscheint ihr erster Roman Die Hochzeit der Esther Franzenius, der von Thomas Mann enthusiastisch besprochen wird. 1902 bis 1905 Lebensgemeinschaft mit Sophie Hoechstetter. 1910 Wahl zu einem der ersten beiden „weiblichen Obmänner“ des Wissenschaftlich-humanitären Komitees. Immer wieder lange Krankheitszeiten. Beiträge in Zeitschriften wie Die Bücherei Maiandros, Der Orchideengarten, Simplicissimus, Orplid sowie in diversen Anthologien. 1916 Gründung des Landhausverlages in Jena, bis 1921 Herausgabe der Zeitschrift Das Landhaus. Infolge der Inflation Aufgabe von Verlag und Zeitschrift; Umzug nach Berlin. Von 1934 bis 1937 Arbeiten für den Rundfunk, sonst kaum noch literarisch präsent. 1944 Rückkehr nach Bad Blankenburg. Zunehmende Verschlechterung des Gesundheitszustandes; völlig mittellos. Toni Schwabe stirbt am 17. Oktober 1951 in Bad Blankenburg.
Das Heft bietet mit insgesamt 53 Gedichten einen Querschnitt durch das lyrische Schaffen Schwabes. 10 der abgedruckten Gedichte sind bislang unveröffentlicht.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt die Reproduktion eines Porträts von Toni Schwabe bei, rückseitig bedruckt mit einem von Sophie Hoechstetter der Freundin zugeeigneten Gedicht.

Demnächst:
VERSENSPORN Heft 26: Bruno Quandt

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Versensporn 24VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 24: Moriz Seeler
Broschur, Klammerheftung
36 Seiten
Umschlagmotiv: Richard Seewald
Erste Auflage 2016: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Moriz Seeler
(1896-1942)

Geboren am 1. März 1896 in Greifenberg (Pommern). Geschichtsstudent in München, danach Germanistikstudium in Berlin. 1916 „völliger Zusammenbruch der Nerven“; Patient in Berlin, Blankenburg (Harz) und Jena. Diagnose: hysterischer Dämmerzustand und Wahnvorstellungen. 1917 Immatrikulation in Jena, dann bis 1920 erneut an der Universität in Berlin eingeschrieben. Parodien, Aufsätze, Kritiken u. a. für Das Kleine Journal, Berliner Mittagszeitung, Das junge Deutschland und Der Feuerreiter. 1922 Mitbegründer der „Jungen Bühne". 1927 Mitarbeit an Friedrich Hollaenders Kabarettrevue Bei uns um die Gedächtniskirche rum. Leiter der Produktionsfirma „Filmstudio 1929“, die 1929/30 den dokumentarischen Kollektivspielfilm Menschen am Sonntag produziert. Beiträge für Die Weltbühne, Das Tagebuch und den Berliner Börsen-Courier. 1937 erscheint in Wien sein Gedichtband Die Flut. Zunehmende Bedrohung; Hilfsbemühungen von Freunden und Bekannten bleiben ohne Erfolg. Ab 1940 Zwangsarbeit. Am 15. August 1942 wird Seeler nach Riga deportiert und dort am 18. August 1942 ermordet.
Das Heft bietet insgesamt 34 Gedichte. Neben einer Auswahl aus dem Gedichtband Die Flut (1937) werden Gedichte aus dem Nachlass präsentiert, von denen zehn bislang unveröffentlicht sind.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegen zwei Zugaben bei: ein Porträt von Moriz Seeler (Standfoto aus dem Stummfilm Menschen am Sonntag) sowie ein Beiheft mit vier 1919 in der Zeitschrift Die Junge Kunst vorabgedruckten Gedichten aus dem geplanten, aber nie erschienenen Gedichtband Dem Hirtenknaben (1919).

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Versensporn 23VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 23: John Förste
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv: Franz Wilhelm Seiwert
Erste Auflage 2016: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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John Förste
(1889-1941)

Geboren am 26. Januar 1889 in Mainz als Joseph Förste. Besuch der Fachschule für Architektur an der Kunstgewerbeschule Mainz und der Großherzoglich Hessischen Baugewerk- und Gewerbeschule Bingen. 1911 ein Jahr Maurerpraktikant bei Prof. Peter Behrens, dann bei Prof. Bruno Paul am Kunstgewerbemuseum Berlin als Architekt tätig. 1914 bis 1919 Veröffentlichungen in den Zeitschriften Die Aktion, Jugend, Menschen sowie in der Anthologie 1914–1916 und im Aktionsbuch unter dem Namen Jomar Förste, der Ausdruck seiner Rilke-Verehrung ist. Beteiligt an der Gründung der nachrevolutionären DADA-Zeitschrift Jedermann sein eigner Fußball sowie an der von George Grosz und John Heartfield herausgegebenen Zeitschrift Die Pleite. Veröffentlichungen u. a. in Die Pleite, der satirischen Arbeiterzeitung Der Knüppel sowie in den Unterhaltungsblättern Jugend, Simplicissimus und Ulk als John Förste. Fortschreiten einer Lungentuberkulose, die zahlreiche Krankenhausaufenthalte nach sich zieht. Bittere Armut und große Not. Am 21. März 1941 stirbt Joseph Förste im Dr.-Heim-Hospital in Berlin-Buch an Lungen- und Kehlkopftuberkulose.
Das Heft bietet eine Auswahl der verstreut veröffentlichten Gedichte aus den Jahren 1914 bis 1931 (insgesamt 51).
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt eine Bildkarte mit der Abbildung des George Grosz-Gemäldes Porträt John Förste. Mann mit Glausauge (1926) bei; rückseitig ist diese bedruckt mit einem Förste nachgerufenen Gedicht von Gustav Specht.

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Versensporn 22VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 22: Egon Schiele
Broschur, Klammerheftung
20 Seiten
Umschlagmotiv: Egon Schiele
Erste Auflage 2015: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Egon Schiele
(1890-1918)

Geboren am 12. Juni 1890 in Tulln/Niederöst. 1906 Aufnahmeprüfung an der Akademie der Bildenden Künste. Unzufriedenheit mit der starren akademischen Ausbildung. 1907 Bekanntschaft mit Gustav Klimt. 1908 erste Ausstellungsbeteiligung. 1909 Abbruch des Studiums; mit Gleichgesinnten Gründung der „Neukunstgruppe“. Lösung vom dekorativen Jugendstil und Hinwendung zum Expressionismus. 1910 entstehen zahlreiche Gedichte. Umzug nach Krumau. Die freie Lebensgemeinschaft mit Wally Neuzil und die Arbeit mit Aktmodellen wird dort bald als anstößig empfunden; Umzug nach Neulengbach, wo die Arbeit mit Kindermodellen zum Eklat führt: Verhaftung, Untersuchungshaft, Prozess; Freispruch von der Anklage der Kinderschändung, aber wegen der fahrlässigen Verwahrung unsittlicher Zeichnungen Verurteilung zu drei Tagen Arrest. Umzug nach Wien. 1914 erstmals Gedichte in der expressionistischen Zeitschrift Die Aktion. 1915 Heirat mit Edith Harms. Militärdienst. 1918 Teilnahme an der Jahresausstellung der Wiener Secession. Am 28. Oktober 1918 erliegt Schieles schwangere Frau Edith in Wien der Spanischen Grippe; Egon Schiele, ebenfalls infiziert, stirbt drei Tage später.
Das Heft vereint alle bislang bekannten und sicher von ihm verfassten lyrischen Texte Egon Schieles aus den Jahren 1909 bis 1911 (insgesamt 26).
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt ein Faksimile von Schieles Gedichtmanuskript Ein Selbstbild (Ich bin für mich) bei.

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Versensporn 21VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 21: Jazra Khaleed
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv: Jar Moff
Erste Auflage 2015: 120 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2015: Print on Demand
Preis: 4,00 €

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Jazra Khaleed
(*1979)

Geboren am 21. Mai 1979 in Grosny/Tschetschenien. Ab 1985 Schulbesuch in Athen. 1994 Umzug der Familie nach München. Zurück in Athen studiert er von 1997 bis 2001 Kommunikationswissenschaften. 2007 erste Gedichte. Seit 2008 Mitherausgeber der Athener Literaturzeitschrift Teflon. Zahlreiche Übertragungen von Gedichten ins Griechische (u.a. Ann Cotten, Elfriede Jelinek, Keston Sutherland) und Essays. Seit 2012 Übersetzungen von Texten der Protagonisten des literarischen Untergrundes der DDR (u.a. Stefan Döring, „Matthias“ BAADER Holst, Johannes Jansen, Frank Lanzendörfer, Bert Papenfuß). Veröffentlichungen in zahlreichen internationalen Zeitschriften und Magazinen; in Deutschland Publikationen in Abwärts!, die horen, DreckSack, floppy myriapoda, in der Anthologie zwölf zeilen abwärts sowie in der Schock Edition. Seit 2011 Teilnahme an verschiedenen Poesiefestivals; 2014 gewinnt er den ersten Preis beim Berliner „SOUNDOUT! Festival for New Ways of Presenting Literature”. Jazra Khaleed lebt im Exarchia-Viertel in Athen. (jazrakhaleed.blogspot.gr)
Das Heft bietet 26 Gedichte, von denen 10 bislang unveröffentlicht sind.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt auf Mini-DVD eine eigens für diese Publikation mit deutschen Untertiteln versehene Fassung des mehrfach ausgezeichneten Kurzfilms Die Ägäis oder Das Arschloch des Todes (2014) von Eleni Gioti und Jazra Khaleed bei.

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Versensporn 20VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 20: Ernst Balcke
Broschur, Klammerheftung
28 Seiten
Umschlagmotiv: Walter Ophey
Erste Auflage 2015: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Ernst Balcke
(1887-1912)

Geboren am 9. April 1887 in Berlin. Wächst in Berlin-Schöneberg auf. Enge Freundschaft mit Georg Heym. 1906 Mitbegründer der kurzlebigen Schülerzeitschrift Kreissende Sonnen, in der erstmals einige Gedichte von ihm unter dem Pseudonym „laureatus“ erscheinen. Ab 1907 Studium der Romanistik und Anglistik in München, Berlin, Besançon und Edinburgh. Über Georg Heym ab 1910 lose Kontakte zum 1909 u. a. von Kurt Hiller und Jakob van Hoddis gegründeten „Neuen Club“. 1911 rezensiert Balcke anonym Heyms Gedichtband Der ewige Tag für die expressionistische Zeitschrift Die Aktion. Eigene Gedichte bleiben unveröffentlicht. 1911 Staatsexamen in Berlin und Kandidat des höheren Lehramts. Am 16. Januar 1912 bricht Ernst Balcke beim Schlittschuhlaufen zwischen Lindwerder und Schwanenwerder in das Eis der Havel ein, schlägt mit dem Kopf auf, verliert das Bewusstsein und versinkt. Georg Heym, der seinem Freund zu Hilfe eilen will, bricht selbst ein und ertrinkt nach halbstündigem Todeskampf.
Das Heft bietet eine Auswahl von 45 Texten aus Balckes einziger Buchveröffentlichung, einer Sammlung seiner Gedichte, die 1914 im Berliner Verlag Reuss & Pollack erschien.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegen zwei Zugaben bei: eine Reproduktion des in dem Band Gedichte enthaltenen Porträts von Ernst Balcke, rückseitig bedruckt mit Georg Heyms seinem Freund zugeeigneten Gedicht Die Ruhigen, sowie ein Beiheft mit allen von Balcke in der Schülerzeitschrift Kreissende Sonnen publizierten Dichtungen.

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Versensporn 19VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 19: Elsa Asenijeff
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv: Dorothea Maetzel-Johannsen
Erste Auflage 2015: 120 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2016: Print on Demand
Preis: 4,00 €

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Elsa Asenijeff
(1867-1941)

Geboren am 3. Januar 1867 in Wien als Elsa Maria Packeny. 1890 Heirat mit dem bulgarischen Diplomaten Ivan Nestoroff, Umzug nach Sofia. In Paris Geburt und früher Tod des Sohnes Asen, auf den das später gewählte Pseudonym Asenijeff zurückgeht. Ab 1895 Gasthörerin an der Universität Leipzig. 1896 erste Buchveröffentlichung Ist das die Liebe? 1897 Begegnung mit dem Bildhauer und Maler Max Klinger, dessen Lebens- und Arbeitsgefährtin sie wird. 1900 Geburt der gemeinsamen Tochter. 1900/01 Scheidung von Nestoroff. Etablierung als Schriftstellerin und Dichterin. Große Nietzsche-Verehrung. 'Geburtshelferin' des literarischen Expressionismus in Leipzig. 1920 Tod Klingers. Ohne Untersuchung wird 1921 dem Antrag auf Entmündigung wegen „Querulantenwahnsinns“ stattgegeben. 1923 Zwangseinweisung in die Nervenklinik der Universität Leipzig mit der unklaren Diagnose „Verdacht auf Schizophrenie“; 18 Jahre währendes Anstaltsleben. Elsa Asenijeff stirbt am 5. April 1941 in der Korrektionsanstalt Bräunsdorf bei Freiberg.
Das Heft bietet insgesamt 52 Texte. Neben einer Auswahl aus Asenijeffs Gedichtbänden Die neue Scheherazade (1913), Hohelied an den Ungenannten (1914) und Aufschrei (1922) werden auch Texte aus verstreuten Publikationen sowie aus dem nachgelassenen Manuskript Bilanz der Moderne (1938) präsentiert.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt auf Mini-CD die Aufnahme dreier Vertonungen von Asenijeff-Gedichten bei, die Anfang Juli 1912 von Max Reger vorgenommen und von Anna Schmid und Sebastian Ludwig, Studierende an der HfM FRANZ LISZT Weimar, eigens für diese Publikation eingesungen und -gespielt wurden.

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Versensporn 18VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 18: Konrad Weichberger
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv: Konrad und Wolfgang Weichberger
Erste Auflage 2015: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Konrad Weichberger
(1877-1948)

Geboren am 10. Februar 1877 in Weimar. Studium und Promotion in Jena. Lehrertätigkeit in Weimar, dann in Bremen. 1903 erster Gedichtband Schorlemorle. Veröffentlichungen in den Zeitschriften Freistatt, Jugend und Die Neue Rundschau. Scharfer Kritiker der offiziellen Schulpolitik. 1910 bis 1912 Mitarbeit an der Bremer Zeitschrift Die Güldenkammer. Ausbruch einer psychischen Erkrankung, hervorgerufen durch altphilologische Studien zu minoischen Schriftzeichen. Beschäftigung mit Wortvergleichungen vorgriechischer Völker; seine Übersetzungen veröffentlicht er im Selbstverlag. Kämpft vergeblich um Anerkennung in Fachkreisen. 1927/28 wird er als „psychopathische Persönlichkeit mit endogenen Verstimmungen […], bei denen paranoisch-querulatorische Züge die Hauptrolle spielen“ begutachtet. 1928/29 Herausgabe der kleinen Bremer Kunst- und Kulturzeitschrift Die Welle. 1930 Zwangspensionierung. 1934 vorübergehende Entmündigung wegen „Geistesschwäche“. Seit 1938 wieder in Weimar. Weichberger stirbt am 15. Juli 1948 in einer Pflegestation des Weimarer Sophienkrankenhauses an Lungenentzündung.
Das Heft bietet insgesamt 42 Texte. Neben einer Auswahl aus Weichbergers Gedichtband Schorlemorle. Studentengedichte (1903) werden auch Texte aus verstreuten Publikationen präsentiert.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegen auf Mini-CD vier Vertonungen von Weichberger-Gedichten bei, die am 27. November 1991 anlässlich eines Konrad Weichberger-Abends im Worpsweder Café Central zur Aufführung gelangten.

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Versensporn 17VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 17: Franz Janowitz
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Gottfried Graf
Erste Auflage 2014: 100 Exemplare
Preis: 4,00 €


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Franz Janowitz
(1892-1917)

Geboren am 28. Juli 1892 in Podebrad/Böhmen. Ab 1910 Kontakte zum Literatenkreis des Café Arco, dem u. a. Max Brod, Willy Haas, Franz Kafka und Franz Werfel angehören. Anlässlich der ersten Prager Lesung von Karl Kraus am 12. Dezember 1910 erste persönliche Begegnung mit dem verehrten Autor und Kritiker. 1911 erste Veröffentlichung in den Herder-Blättern. Zunächst Chemiestudium in Leipzig, dann Studium der Philosophie in Wien. 1913 jüngster Beiträger in dem von Max Brod im Kurt Wolff Verlag herausgegebenen Jahrbuch für Dichtkunst Arkadia. Von Oktober 1913 bis zum Kriegsbeginn 1914 als Einjährig-Freiwilliger Militärdienst in Bozen; nach Mobilisierung Einsatz an der Ostfront. Nach einer überstandenen Ruhrerkrankung Zurückstellung vom Militärdienst und Fortsetzung seines Philosophiestudiums in Wien. Ende Mai 1915 Wiedereinberufung, Einsatz an der Alpenfront. Beim Sturmangriff auf die italienischen Stellungen am Monte Rombon erleidet er am 24. Oktober 1917 einen Lungenschuss, dem er am 4. November im Feldspital Nr. 1301 in Mittel-Breth erliegt.
Das Heft bietet insgesamt 42 Texte. Neben einer Auswahl aus Janowitz' postum erschienenem Gedichtband Auf der Erde (1919) werden einige verstreute Texte sowie einige Texte aus der Korrespondenz mit Willy Haas präsentiert, die vom Prager Museum der Tschechischen Literatur beherbergt wird.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt eine in Sepia gehaltene Reproduktion des einzigen bekannten Porträts von Janowitz bei, die mit dem Nachruf-Gedicht Meinem Franz Janowitz von Karl Kraus überdruckt ist.

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Versensporn 16VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 16: Frank Lanzendörfer
Broschur, Klammerheftung
36 Seiten
Umschlagmotiv von Frank Lanzendörfer
Erste Auflage 2014: 100 Exemplare
Preis: 3,00 €


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Frank Lanzendörfer
(1962-1988)

Geboren am 30. Dezember 1962 in Dresden Söbrigen. Während der Armeezeit Beginn literarischer und bildkünstlerischer Arbeit. 1984 erscheint unter dem Künstlernamen flanzendörfer ein erster Text in der inoffiziellen Zeitschrift UND; Teilnahme an der „Zersammlung“, dem „Ersten inoffiziellen Schriftstellerkongress der DDR“ (Jan Faktor). Gemeinsam mit Leonhard Lorek und Johannes Jansen gehört er zu den Begründern der Zeitschrift schaden, des späteren Zentralorgans der Künstlerszene am Prenzlauer Berg. 1985 wird flanzendörfer von der Staatssicherheit kontaktiert, um ihn als IM zu gewinnen; trotz „Nichteignung“ weitere permanente Überwachung und „direkte Bearbeitung“ (Bedrohung, Haussuchung etc.). 1985 stellt flanzendörfer erfolglos einen Ausreiseantrag. Beiträge in diversen inoffiziellen Zeitschriften und Text-Grafik-Editionen; Malaktionen, Performances, Super-8-Filme. 1987/88 Rückzug in die Isolation, langes und radikales Fasten bis hin zu Halluzinationen. Am 5. August 1988 steigt er in einen Feuerwachtturm bei Marienwerder ein und springt in den Tod.
Das Heft bietet insgesamt 40 Texte bzw. Zyklen, die bis auf wenige Ausnahmen dem 1992 erschienenen Materialband unmöglich es leben entnommen wurden; darüber hinaus werden fünf Texte wieder zugänglich gemacht, die aus dem frühen Künstlerbuch blattrich (1984) stammen, welches erst nach Fertigstellung des vorgenannten Materialbandes "wiederentdeckt" wurde.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegen bei: eine flanzendörfer-Fotocollage von Volker Barndt aus dem Jahre 1987 sowie eine Arbeit des Künstlers Martin Holz zu seinem 'flanzendörferexperiment', das im Juni 2014 in Greifswald stattfand (www.conquering-places.de bzw. www.gosteditor.de).

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Versensporn 15VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 15: Peter Baum
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Theodor Schinkel
Erste Auflage 2014: 100 Exemplare
Preis: 3,00 €


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Peter Baum
(1869-1916)

Geboren am 30. September 1869 in Elberfeld. 1887 zieht die Familie nach Berlin. Abgebrochene kaufmännische Lehre, ab Mitte der 1890er Jahre zeitweilig Teilhaber an einer kleinen Leipziger Verlagsbuchhandlung. Seit 1898 wieder in Berlin. Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Die Gesellschaft, Das Magazin für Litteratur und Deutsch-französische Rundschau. Bekanntschaft mit Peter Hille. Anschluss an den Lese- und Vortragszirkel „Die Kommenden“, dem neben anderen auch Rudolf Steiner, die Gebrüder Hart, Johannes Schlaf, Stefan Zweig, Peter Hille, Leo Frobenius und Else Lasker-Schüler angehören. Mit letzterer verbindet Baum eine enge Freundschaft. Ab 1900 Mitwirkung an der von den Harts begründeten „Neuen Gemeinschaft". Nach Hilles Tod 1904 Beteiligung an der Herausgabe von dessen Werkausgabe. Ab 1910 Veröffentlichungen in den expressionistischen Zeitschriften wie Der Sturm, Die Aktion und Die Bücherei Maiandros. Meldet sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges freiwillig zum Militärdienst. Peter Baum fällt am 5. Juni 1916 bei Keckau in der Nähe von Riga.
Das Heft bietet insgesamt 61 Texte, von denen einer bislang unveröffentlicht ist. Es enthält neben einer Auswahl aus Baums erstem Band mit Dichtungen Gott. - Und die Träume (1902) sowie einigen Gedichten aus verstreuten Publikationen auch die postum (1917) erschienenen Schützengrabenverse, die hier zum ersten Mal seit fast einhundert Jahren wieder geschlossen zugänglich gemacht werden.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt in einem transparenten Umschlag eine Kunstpostkarte mit Oskar Kokoschkas Peter Baum-Porträt (1910) bei. Der Umschlag ist bedruckt mit zwei dem Dichter nachgerufenen Gedichten von Else Lasker-Schüler und Franz Richard Behrens.

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Versensporn 14VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 14: Frida Bettingen
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Emil Maetzel
Erste Auflage 2014: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2015: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Frida Bettingen
(1865-1924)

Geboren am 5. August 1865 in Ronneburg als Frida Reuter. Aufgewachsen in Altenburg. 1885 Heirat mit dem Gymnasiallehrer Dr. Franz Bettingen. Übersiedlung nach Krefeld. 1886 Suizid des Vaters, 1889 Suizid ihres Zwillingsbruders. Schwere Depression. Erste Gedichte entstehen. 1907 Tod des Ehemanns. Im September 1908 mit den beiden Töchtern Umzug nach Jena, wo der Sohn Walter studiert. Enger Kontakt zu einer ihr bislang verschlossen gebliebenen Geisteswelt. Walter fällt am 12. Oktober 1914 bei Verdun. Der Tod des Sohnes verschattet das Leben Bettingens; 1917, 1918 und 1920 Aufenthalte in der Bad Blankenburger Heilanstalt für Nervenkranke „ Villa Emilia“. Ab 1918 Veröffentlichungen in Zeitschriften wie Die Rheinlande, Die Sichel, Das Neue Rheinland, Die Frau und Deutscher Pfeiler. 1920/21 wegen „manisch-depressiven Irreseins“ Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik in Jena; ab April 1923 ist ein weiterer Klinikaufenthalt notwendig; zum geistigen gesellt sich körperlicher Verfall. Frida Bettingen stirbt am 1. Mai 1924 in der Psychiatrischen Klinik in Jena.
Das Heft bietet 40 Texte. Es enthält neben einer Auswahl aus dem Band Gedichte (1921) auch Texte aus dem Nachlass der Dichterin; vier dieser Nachlasstexte sind bislang unveröffentlicht.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt eine Mini-CD mit der Vertonung des Gedichtes Abends bei, die 1904 durch den Komponisten Ernst Otto Nodnagel vorgenommen wurde. Die großartige Berliner Musikerin Tonia Reeh (www.toniareeh.de) spielte und sang das Stück im Dezember 2013 für diese Publikation neu ein.

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Versensporn 14VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 13: Karl Brand
Broschur, Klammerheftung
20 Seiten
Umschlagmotiv von Bohumil Kubišta
Erste Auflage 2013: 100 Exemplare
Preis: 3,00 €


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Karl Brand
(1895-1917)

Geboren am 15. Oktober 1895 in Witkowitz in Mähren als Karl Müller. 1896 zieht die Familie nach Prag. Vom Herbst 1911 bis zum Sommer 1915 Besuch der dortigen Deutschen Handelsakademie. Wohl bereits 1913 erste Anzeichen einer Lungentuberkulose. Sucht und findet literarische Kontakte im Kreis des Café Arco, dem u. a. Max Brod, Franz Janowitz, Franz Kafka, Johannes Urzidil und Franz Werfel angehören. Ab Juni 1914 unter dem Pseudonym Karl Brand Veröffentlichungen u.a. in den expressionistischen Zeitschriften Die Aktion und Der Sturm. 1916 greift Brand die erstmals 1915 erschienene Erzählung Kafkas "Die Verwandlung" auf, in der er seine Lebensverhältnisse dargestellt und seine düstere Zukunftsperspektive vorgebildet sieht; in "Die Rückverwandlung des Gregor Samsa" unternimmt der Todgeweihte den Versuch, sich gegen das Hinschwinden zur Wehr zu setzen. Am 15. Juni 1916 gründliche medizinische Untersuchung; Diagnose: TBC. Rückzug in die Einsamkeit. Rasche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Er stirbt am 17. März 1917 in Prag.
Das Heft enthält sämtliche bisher bekannten Gedichte Brands.
Exklusiv den Exemplaren der Abonnenten liegt ein Faksimile des Erstdrucks der Erzählung "Die Rückverwandlung des Gregor Samsa" bei.

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Versensporn 12VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 12: Reinhard Goering
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Reinhard Goering
Erste Auflage 2013: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2014: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Reinhard Goering
(1887-1936)

Geboren am 23. Juni 1887 auf Schloß Bieberstein bei Fulda. Studium der Medizin in Jena, München, Berlin und Bonn. Erste Gedichte im Lyrischen Jahrbuch 1912. Nach Kriegsausbruch Notexamen und Militärdienst als Feldarzt an der Westfront. Erkrankt 1915 an TBC; mehrjähriger Kuraufenthalt in Davos. Dort verfasst er sein erstes Stück Seeschlacht, das 1918 unter Max Reinhardt in Berlin ein großer Erfolg wird. 1918/19 buddhistische Wanderung durch die Schweiz. Immer wieder Ortswechsel und vergebliche Versuche, sich als Arzt zu etablieren. Mit seinen ungewöhnlichen Heilmethoden mehr Naturarzt als Wissenschaftler. Ausgedehnte Reisen. 1926 Promotion in Leipzig. 1930 Premiere seines Stücks Die Südpolexpedition des Kapitäns Scott (Kleist-Preis). Weiter unstetes Leben. Kurzzeitig Mitglied der NSDAP. 1933 Diagnose eines Darmleidens. Nach der Rückkehr von einer Finnlandreise reist er am 13. Oktober 1936 nach Jena, von wo er am nächsten Tag zu einer Wanderung aufbricht. Am 4. November 1936 wird seine Leiche mit geöffneten Pulsadern in der Flur zwischen Vollradisroda und Bucha aufgefunden.
Das Heft enthält 47 Texte, die einen Querschnitt des lyrischen Schaffens bieten. 12 der abgedruckten Texte sind bislang unveröffentlicht.

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Versensporn 11VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 11: Spoon Jackson
Broschur, Klammerheftung, 36 Seiten
Mit einer DVD des Kurzfilmes von Michel Wenzer Three Poems by Spoon Jackson (2003)
Umschlagmotiv von Albin Biblom
Erste Auflage 2013: 150 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2014: Print on Demand
Preis: 4,00 €

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Spoon Jackson
(*1957)

Geboren am 22. August 1957 in Barstow (Kalifornien). Wächst auf in einem von Gewalt, Sprach- und Lieblosigkeit geprägten Elternhaus. Diebstähle, Drogen, gewalttätige Auseinandersetzungen. 1977 tötet Jackson bei einer Auseinandersetzung einen Menschen und wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Haftentlassung verurteilt. 1985 belegt er einen vierjährigen Poetik-Kurs und entdeckt sich als Dichter; 1988 Mitwirkung an einer Produktion von Becketts Stück Waiting for Godot im Gefängnis von San Quentin. Neben Gedichten entstehen Stücke, Romane, Kurzgeschichten, Märchen, Essays und eine Autobiografie. Mehrere Auszeichnungen und Ehrungen; zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, 2010 erscheint sein erster Gedichtband Longer Ago. Im Rahmen von Förderprogrammen gibt Jackson seit einigen Jahren Poetik- und Schreibkurse für Mitgefangene. Derzeit sitzt er im New Folsom Prison, Sacramento, ein.
(realnessnetwork.blogspot.com bzw. www.spoonjackson.com
Das Heft enthält 32 Texte aus den Jahren 1986-2012, von denen sieben bislang unveröffentlicht sind. Jedem Heft liegt eine DVD mit dem preisgekrönten Kurzfilm von Michel Wenzer Three Poems by Spoon Jackson bei. Exklusiv die Abonnenten erhalten zudem Zugang zu bislang unveröffentlichtem Filmmaterial aus Wenzers New Folsom Prison-Archiv.

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Versensporn 11VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 10: Ite Liebenthal
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Emma Schlangenhausen
Erste Auflage 2013: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2015: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Ite Liebenthal
(1886-1941)

Geboren am 15. Januar 1886 in Berlin als Ida Liebenthal. 1909 bis 1916 Studium der Philosophie in Berlin und Heidelberg. Im April 1914 erste Gedichte in der von Ernst Blass herausgegebenen Zeitschrift Die Argonauten, wo 1916 weitere Gedichte von ihr abgedruckt werden. Seit Ende 1916 persönlicher Kontakt zu Rainer Maria Rilke, der sich beim Insel-Verlag vergeblich für die Veröffentlichung ihrer Gedichte verwendet. 1921 erscheint der Band Gedichte im Erich Lichtenstein Verlag Jena. Veröffentlichungen in den Weimarer Blättern und der Neuen Frauen-Zeit. Unterhaltserwerb als Sekretärin in verschiedenen Firmen und Rechtsanwaltskanzleien. Nach der Emigration von Schwester und Bruder bleibt Ite Liebenthal vereinsamt in Berlin zurück. Am 27. November 1941 wird sie mit dem „7. Osttransport“ vom Bahnhof Berlin-Grunewald nach Riga deportiert. Unmittelbar nach ihrer Ankunft, am Morgen des 30. November, wird Ite Liebenthal mit den anderen 1052 Insassen des Transportes im Wald von Rumbula ermordet.
Das Heft enthält alle 43 Texte aus dem 1921 erschienen Band Gedichte sowie 11 Texte aus dem Nachlass, von denen einer bislang unveröffentlicht ist.

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Versensporn 9VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 9: Paul Boldt
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Ernst Ludwig Kirchner
Erste Auflage 2012: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2015: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Paul Boldt
(1885-1921)

Geboren am 31. Dezember 1885 in Christfelde (Westpreußen). Studiert Philologie in München und Marburg, dann Philosophie in Berlin (bis 1913). 1912 erste Veröffentlichung in der Wochenschrift Die Aktion. Kometenhafter Aufstieg nach seinem program- matischen Gedicht "Junge Pferde! Junge Pferde!"; Auftritte u. a. in literarischen Cabarets, Teilnahme an den Autorenabenden der Aktion. 1914 Gedichtband Junge Pferde! Junge Pferde! im Kurt Wolff Verlag. 1915 Einberufung zum Militär, Aufenthalt in verschiedenen Lazaretten wegen "Verwirrungszustandes" und "akuter Verstörtheit", Entlassung. 1918 erscheint sein letztes Gedicht. 1918 Immatrikulation in Berlin (Medizin), 1919 Wechsel nach Freiburg. Am 7. März 1921 Einlieferung in die Chirurgische Klinik wegen eines Leistenbruchs; er verfolgt, nur örtlich betäubt, interessiert seine Operation. Am 16. März 1921 stirbt Boldt in Folge dieses Eingriffs an einer Embolie.
Das Heft bietet insgesamt 52 Texte. Es enthält neben einer Auswahl aus Boldt einzigem Gedichtband Junge Pferde! Junge Pferde! auch Texte, die im Zeitraum von 1912 bis 1918 in Der Aktion erschienen.

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Versensporn 8VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 8: John Hoexter
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von John Hoexter
Erste Auflage 2012: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2013: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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John Hoexter
(1884-1938)

Geboren am 2. Januar 1884 in Hannover. Seit Ende 1905 in Berlin, wo er eine nichtakademische Künstlerlaufbahn einschlägt. Graphische und literarische Arbeiten in Zeitschriften wie Die Opale, Deutsche Theater-Zeitschrift, Die Aktion und Der Querschnitt. Einige Buchillustrationen und Grafikmappen. Enger Kontakt zum „Neuen Club“; Teilnahme am „Neopathetischen Cabaret". Hoexters Heimat sind die Berliner Boheme-Cafés wie das Café des Westens und das Romanische Café; dort sichert er sich als Schnorrer auch die Mittel für die nächste Morphiumration. 1919 Begründung der Zeitschrift Der blutige Ernst. Wenige Tage nach der Reichspogromnacht begeht John Hoexter, um der „dauernd wachsenden Entwürdigung“ zu entgehen, Selbstmord. Am 16. November 1938 wird er im Wald zwischen Potsdam und Caputh mit geöffneten Pulsadern aufgefunden.
Das Heft bietet insgesamt 35 Texte. Es enthält neben den verstreut veröffentlichten Gedichten auch Hoexters im Selbstverlag herausgegebene Sammlung Apropoésies Bohémiennes sowie einige Arbeiten aus einem neu entdeckten Textkonvolut, die bisher unveröffentlicht sind.

HIER Download des Heftes als ebook:
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Versensporn 7VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 7: Gregor Kunz
Broschur, Klammerheftung
36 Seiten
Umschlagmotiv von Gregor Kunz
Erste Auflage 2012: 150 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2013: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Gregor Kunz
(*1959)

Geboren am 8. Oktober 1959 in Berlin. Nach dem Abitur Forstarbeiter in Forst (Lausitz), dann Militärdienst, Grabungshelfer und Briefträger in Cottbus. Gedichte seit 1979. Teilnahme am "Zentralen Poetenseminar der FDJ" in Schwerin. Seit 1983 in Dresden; dort Hauswirtschaftspfleger und Kinohilfskraft. Ab 1990 arbeitslos bzw. Mitarbeit an und in Kulturprojekten. Von 1997 bis 2010 Journalist (Die Union, Sächsische Zeitung, "Berliner Seiten" der FAZ). Gedichtveröffentlichungen u.a. in UND, ndl, Bizarre Städte, Temperamente, Sklaven, Sklaven-Aufstand, Gegner, OSTRAGEHEGE und Herzattacke sowie in verschiedenen Anthologien. Arbeit an Bildern bis 1981 und wieder seit 2000, vor allem Collagen und Montagen; diverse Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Lebt in Dresden. (www.gregorkunz.info)
Das Heft bietet 19 Texte, von denen einige hier erstmals veröffentlicht werden.

Der Autor steht für Lesungen zur Verfügung.
Bei Interesse bitte melden!!!

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Versensporn 6VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 6: Karin Boye
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Karin Boye
Erste Auflage 2012: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2014: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Karin Boye
(1900-1941)

Geboren am 26. Oktober 1900 in Göteborg. 1921 bis 1926 studiert sie Griechisch, Nordische Sprachen und Literaturgeschichte in Uppsala, danach Geschichte in Stockholm. Immer wieder Krisen, hervorgerufen durch den Widerstreit von religiös-moralischem Anspruch und gleichgeschlechtlichem Begehren. Anschluss an die links-intellektuelle Literatenbewegung Clarté. 1928 Besuch der Sowjetunion. Übersetzung u.a. von Thomas Manns Der Zauberberg und T.S. Eliots The Waste Land. Mitbegründung der psychoana- lytisch orientierten Kulturzeitschrift Spektrum. 1932 bis 1933 Aufenthalt in Berlin, wo sie ihre Lebensgefährtin Margot Hansel trifft, die ihr nach Stockholm folgt. 1940 zieht Boye nach Alingsås zu einer schwer erkrankten Freundin; zugleich fühlt sie sich weiter verantwortlich für Hanel. Zunehmender innerer Konflikt. Am 23. oder 24. April 1941 begeht Karin Boye in einem Wald bei Alingsås Selbstmord.
Das Heft bietet insgesamt 38 Texte in deutscher Übersetzung von Hildegard Dietrich bzw. Nelly Sachs sowie einen Text in der schwedischen Originalfassung.

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Versensporn 5VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 5: Wilhelm Runge
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Wilhelm Morgner
Erste Auflage 2012: 100 Exemplare
Preis: 3,00 €


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Wilhelm Runge
(1894-1918)

Geboren am 13. Juni 1894 in Rützen (Schlesien). Nach Besuch des Gymnasiums in Glogau um 1910 Wechsel auf das Askanische Gymnasium in Berlin. Bereits als Schüler veröffentlicht er im August 1912 ein erstes Gedicht in Herwarth Waldens Wochenschrift Der Sturm. 1914 Abitur und Meldung als Kriegsfreiwilliger. Einsatz an der Westfront. Wohl im Oktober 1915 zum ersten Mal direkter Kontakt zu Nell und Herwarth Walden und dem Künstlerkreis um den Sturm. Ab Januar 1916 regelmäßige Veröffentlichungen seiner „Lieder“ im Sturm. Ab ca. Februar 1917 Stationierung vor Arras. Ethische und religiöse Radikalisierung; erwägt als Konsequenz daraus, den Kriegsdienst zu verweigern. Am 22. März 1918 fällt Wilhelm Runge während eines Sturmangriffs in der Nähe von Arras. Am selben Tag erscheint sein einziger Gedichtband Das Denken träumt.
Das Heft bietet insgesamt 58 Texte. Neben einer Auswahl aus Runges einziger Buchveröffentlichung Das Denken träumt werden auch Texte präsentiert, die nur im Sturm erschienen sind.

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Versensporn 4VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 4: Gerd Adloff
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von Gerd Adloff
Erste Auflage 2011: 200 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2012: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Gerd Adloff
(*1952)

Geboren am 28. August 1952 in Berlin. Nach Abitur und Armeezeit zunächst Buchverkäufer, dann Packer in einer Druckerei. 1970 bis 1972 Teilnahme am "Zentralen Poetenseminar der FDJ". 1976 bis 1981 Studium der Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, danach Mitarbeiter am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften. 1992 bis 1999 Mitarbeit im Literaturverein "Orplid", zeitweilig Lektor der Lyrikheftreihe "Poet's Corner". Gedichtveröffentlichungen u.a. in Mikado, Bizarre Städte, ndl, Temperamente, Das Magazin; Artikel und Rezensionen zunächst für Sondeur, Die Andere, Neue Zeit, Sonntag, derzeit für die junge welt. Seit den neunziger Jahren vorrangige und intensive Beschäftigung mit Fotografie; diverse Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Seit 2007 wieder verstärkt Arbeit an Gedichten. Lebt und arbeitet in Berlin.
Das Heft bietet insgesamt 39 Texte, von denen zahlreiche hier erstmals veröffentlicht werden.

Der Autor steht für Lesungen zur Verfügung.
Bei Interesse bitte melden!!!

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Versensporn 3VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 3: Bess Brenck-Kalischer
Broschur, Klammerheftung
28 Seiten
Umschlagmotiv von Maria Uhden
Erste Auflage 2011: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2013: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Bess Brenck-Kalischer
(1878-1933)

Geboren am 21. November 1878 in Rostock. Sprachtechnische Ausbildung. Beteiligung an Theateraufführungen der literarischen Abteilung der Berliner „Freien Studentenschaft“. 1905 erste Gedichte in der Zeitschrift Charon. Unterhaltserwerb mit Vortragsabenden. Seit 1913 selbst verstärkt schriftstellerisch tätig. Veröffentlichungen in den Zeitschriften Neue Jugend, Die Schöne Rarität, Menschen, Der Einzige, Sozialistische Monatshefte. Seit 1917 wohnhaft in Dresden-Hellerau. Mitbegründerin der „Expressionistischen Arbeitsgemeinschaft Dresden“. Ihr Band Dichtung eröffnet die Reihe „Dichtung der Jüngsten“ des Dresdner Verlages von 1917. Ab 1920 wieder in Berlin. Immer wieder große materielle und gesundheitliche Not. Widmet sich nach einer Russlandreise verstärkt der „Theaterfrage“. Bess Brenck-Kalischer stirbt am 2. Juli 1933 in Birkenwerder.
Das Heft bietet die Texte ihrer ersten und einzigen Veröffentlichung Dichtung (1917) sowie vier Texte aus verstreuten Publikationen.

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Versensporn 2VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 2: „Matthias“ BAADER Holst
Broschur, Klammerheftung
32 Seiten
Umschlagmotiv von „Matthias“ BAADER Holst
Erste Auflage 2011: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2012: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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„Matthias“ BAADER Holst
(1962-1990)

Geboren am 17. Mai 1962 in Quedlinburg. Punkpoet, Sprachperformer, Aktionist aus Halle/S. Der ursprünglich ironisch gemeinte Spitzname BAADER geht wohl auf seine Sympathien für die RAF zurück und wird von ihm - bei gleichzeitiger Referenz auf den Dadaisten Johannes Baader - als Künstlername übernommen. 1985/86 Mitherausgeber der inoffiziellen Literaturzeitschrift GALEERE, die nach behördlichem Verbot eingestellt werden muss. Seit 1988 in Berlin. Dort enge Zusammenarbeit mit Peter Wawerzinek. Zahllose Auftritte in der DDR-Provinz, auf Partys, in Kneipen, bei Spontanaktionen. Frontmann und Texter der Bands Die letzten Recken und Frigitte Hodenhorst Mundschenk. Stirbt am letzten Tag der DDR-Mark an den Folgen eines Straßenbahnunfalls in Berlin.
Das Heft bietet insgesamt 51 Texte. Zehn der Texte stammen aus dem Nachlass und werden hier erstmals veröffentlicht.

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Versensporn 1 VERSENSPORN
Heft für lyrische Reize

Nr. 1: Walter Rheiner
Broschur, Klammerheftung
36 Seiten
Umschlagmotiv von Walter Gramatté
Erste Auflage 2011: 100 Exemplare (vergriffen)
Zweite Auflage 2013: Print on Demand
Preis: 3,00 €

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Walter Rheiner
(1895-1925)

Geboren am 18. März 1895 in Köln. Mitglied der "Expressionistischen Arbeitsgemein- schaft Dresden", zwischenzeitlich Schriftleiter der Zeitschrift Menschen. Publikationen u. a. in den Zeitschriften Die Aktion, Die weissen Blätter und Die neue Rundschau. 1914 erste "Erfahrungen" mit Kokain, um durch Simulation einer Drogensucht dem Kriegsdienst zu entgehen, seit 1919 verstärkte Abhängigkeit von Narkotika. Bittere Armut, unstetes Leben, erfolglose Entwöhnungsversuche. 1924 vorläufige Entmündigung und Einweisung in die geschlossene Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Bonn (bis April 1925). Stirbt am 12. Juni 1925 verarmt und vereinsamt in einem Absteigequartier in der Berliner Kantstraße an einer Überdosis Morphium.
Das Heft bietet insgesamt 42 Texte, von denen drei aus dem Nachlass stammen, der in der Akademie der Künste Berlin verwahrt wird; einer dieser Nachlasstexte ist bisher unveröffentlicht.

 

 
   

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